Zahlungsmöglichkeiten beim Online Einkauf

Bezahlen im Internet – ein Thema, bei dem wohl die meisten Fragen und Unsicherheiten bei den Käufern auftreten. Ich möchte Ihnen hier einen kleinen Überblick der gängigsten Zahlungsarten auflisten und beschreiben, wie diese funktionieren.

Kauf auf Rechnung

Unangefochten auf Platz 1 der beliebtesten Zahlungsarten ist der Kauf auf Rechnung. Doch nicht immer wird diese Möglichkeit auch angeboten. Gerade bei Erstkäufern in einem Online Shop wird diese Zahlungsart nicht angeboten. Oder wenn der Warenkorbwert einen gewissen Betrag überschreitet. Viele Online Shops versuchen das Risiko eines Zahlungsausfalles beim Rechnungskauf zu senken, indem sie Abfragen bei Auskunfteien (wie z.B. Schufa, creditreform etc.) einholen. Dort wird dann während Sie die Artikel in den Warenkorb legen oder die Zahlart  ”Rechnungskauf” auswählen eine Abfrage bei dem jeweiligen Institut gemacht und Ihr Score (eine Bewertung Ihrer Kreditwürdigkeit) abgerufen. Je nachdem, wie diese ausfällt (nach Meinung der Auskunftei) wird es Ihnen ermöglicht, auf Rechnung zu bestellen oder auch nicht. Einige Händler führen auch kein direktes Scoring durch, sondern erlauben – wie weiter oben schon beschrieben – nur Bestandskunden und/oder Warenkörben bis zu einem bestimmten Wert den Kauf auf Rechnung. Sicher ist diese Zahlart natürlich – Sie als Kunde gehen ja keinerlei Risiko ein. Die Ware wird erst nach Erhalt und Prüfung bezahlt. Manchmal kann man sich als Kunde auch bei rechtzeitiger Zahlung noch Skonto von maximal 3% ziehen (Zahlungsziel auf der Rechnung beachten!).

Vorkasse

Dazu muss man eigentlich nicht viel schreiben. Vorkasse bedeutet einfach, dass man vorab das Geld via Banküberweisung auf das Händlerkonto einzahlt. Nach Zahlungseingang beim Händler wird dann dort die Ware versandt. Im Zeitalter des Online Bankings vermuten viele Käufer allerdings, dass das Geld sofort auf dem Bankkonto des Händlers gutgeschrieben wird und fragen womöglich nervös beim Händler nach. Ein bis drei Tage Laufzeit sollte man als Kunde mit einrechnen. Sollte die Ware dringend benötigt werden, so empfiehlt sich eine andere Zahlart (Paypal, Kreditkarte, Rechnungskauf). Das Risiko für den Kunden besteht bei Vorkasse natürlich darin, das man in Vorleistung gehen muss und erst dann die Ware erhält.

Nachnahme

Nachnahme bedeutet hier nicht, das Sie mit Ihrem guten Namen bezahlen. Denn der wird ja ohne “h” geschrieben! Bei der Zahlung per Nachnahme wird der Rechnungsbetrag erst bei Ablieferung der Ware fällig – direkt an der Haustür. Haben Sie kein Bargeld im Haus bekommen Sie auch nicht die Ware ausgehändigt. Das Logistikunternehmen (DHL, UPS, etc.) erhebt meistens zusätzlich noch eine sogenannte Zahlkartengebühr. Auch der Händler belegt diese Zahlungsart häufig noch mit einer Gebühr, da die Logistiker für den Service auch extra berechnen. Ein großes Risiko besteht auch bei dieser Zahlungsart nicht für den Käufer. Allein die Möglichkeit, die Ware bei Eintreffen gründlich zu prüfen ist nicht immer gegeben, da die Zusteller es (verständlicherweise) sehr eilig haben und nicht immer warten können.

Lastschrift/Einzugsermächtigung

Sehr bequem ist auch das Lastschriftverfahren. Als Käufer gibt man einfach seine Kontodaten ein und der Betrag wird dann vom Händler direkt vom Konto abgebucht. Unterscheiden muss man zwischen Lastschrift und Abbuchungsauftrag. Im Gegensatz zum Lastschriftverfahren, kann man bei einem Abbuchungsauftrag die Buchung nicht mehr zurückgehen lassen (bei Vorkassezahlungen übrigens auch nicht). Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, erteilen Sie deshalb nur einmalig die Erlaubnis vom Ihrem Konto per Lastschrift den fälligen Rechnungsbetrag einziehen zu lassen.

Kreditkarte

Bei der Kreditkartenzahlung muss man lediglich seinen Namen, Kartennummer, Prüfziffer und die Gültigkeit der Karte angeben. Wann die Kreditkarte tatsächlich vom Händler belastet wird, sollte in den AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) stehen. Sollten Sie keine Ware erhalten, so können Sie meistens das Geld von Ihrem Kreditkarteninstitut zurückgehen lassen. Warten Sie aber nicht zu lange mit der Beanstandung, da ansonsten die Buchungen nach einem gewissen Zeitraum als genehmigt gelten. Achten Sie auch darauf, das die Seite, auf der Sie Ihre Kreditkarteninformationen eingeben, verschlüsselt sind und nicht im Klartexte übertragen werden. Zu sehen ist dies u.a. an der URL (https://…).

Barzahlung

Online bestellt und bei Abholung bar bezahlt. Das lohnt sich natürlich nur, wenn der Händler vor Ort ist und man keine lange Anfahrt hat. Rechnung und Ware bekommt man sofort in die Hand gedrückt und man kann die Ware direkt beim Händler prüfen bzw. gleich die Verpackung dort lassen. Für den Händler bedeutet dies meist Mehraufwand, den er sich ab und zu extra bezahlen lässt. Zu beachten gilt auch, ob die Preise im Online Shop auch für den Ladenverkauf gelten.

Paypal

Paypal gehört zum ebay Unternehmen. Daher wird es dort auch viel beworben. Für den Kunden, der Geld sendet ist die Zahlung nie mit Gebühren verbunden. Lediglich der Händler, der das Geld empfängt, muss eine prozentuale Transaktionsgebühr an Paypal zahlen. Diese Gebühr wird dem Händler im Falle einer Rückerstattung (sollte die Transaktion nicht zu lange zurückliegen) erstattet. Daher erhalten Sie als Kunde bei kompletten Rückerstattungen oder Teilerstattungen das Geld auch wieder via Paypal erstattet.

Um mit Paypal bezahlen zu können, müssen Sie sich unter www.paypal.de registrieren und mindestens ein gültiges Bankkonto hinterlegen. Eine Kreditkarte kann man dort auch hinterlegen. Lassen Sie Ihr Bankkonto verifizieren. Dafür überwiest Ihnen Paypal einen Cent-Betrag auf Ihr Bankkonto, welchen Sie dann als Bestätigung bei Paypal eingeben müssen. Danach läuft ein Bezahlvorgang mit Paypal folgendermaßen ab:

  1. Paypal als Zahlungsmethode auswählen.
  2. Sie werden zu Paypal weitergeleitet und müssen sich mit Ihren Zugangsdaten einloggen.
  3. Bestätigen der Zahlung und ggf. Angabe von Informationen für den Verkäufer.
  4. Zahlung wird bestätigt – fertig!

Je nach Status Ihres Kontos bei Paypal, muss Ihr Paypal Konto ggf. über ein Guthaben verfügen. Ansonsten wird dann entweder Ihr Bankkonto oder Ihre bei Paypal hinterlegte Kreditkarte belastet.

Paypal bietet sowohl einen Käufer- wie auch Verkäuferschutz bis 1000 Euro an. Voraussetzung dafür ist, dass nicht an eine abweichende Lieferanschrift versandt wurde- d.h. die Lieferanschrift in Paypal muss mit der tatsächlichen übereinstimmen. Das ist auch der Grund, warum Händler die Lieferung an eine andere Anschrift im Nachhinein bei Zahlung mit Paypal verweigern. Ansonsten erlischt der Käufer – bzw. Verkäuferschutz.

Zusätzlich können Sie als Sender der Zahlung auch einen Streitfall – ähnlich wie bei ebay – eröffnen. Paypal friert dann die Zahlung an Empfänger bis zur Klärung des Vorgangs ein.

Sollten Sie Geld empfangen haben und die Transaktion hat noch nicht den Status “abgeschlossen”, so warten Sie mit der Zusendung der Ware. Derjenige, der das Geld gesendet hat, kann die Zahlung noch stornieren!

Das soll es in Sachen Zahlungsarten für heute erstmal gewesen sein. Es gibt noch zahlreiche andere Anbieter von sogenannten Micropayment Anbietern, die ich in Zukunft nach und nach vorstellen und erläutern werde.

Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

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